Entwicklung

Es gibt wohl kaum etwas schöneres, als frisch geschlüpften Babykätzchen beim Großwerden zuzugucken. Hat man es versäumt seine Katzendame zu sterilisieren und auch noch ihre erste Rolligkeit nicht früh genug mitbekommen, so dass der ein oder andere Kater Gelegenheit zu einem Rendezvous hatte, erkennt man schon bald die ersten Anzeichen der Trächtigkeit. Geschwollene Nippelchen, gesteigerter Appetit, Stimmungsschwankungen und ein stetig wachsendes Bäuchlein. Die Tragezeit einer Hauskatze beträgt ca. 9 Wochen. Je nach Rasse kann die Schwangerschaft zwischen 60 und 72 Tagen dauern.
Die Geburt verläuft meist Problemlos und die Katze steht die Prozedur unter lautem Schnurren tapfer alleine durch. Sie hat aber auch nichts dagegen, wenn ihr Lieblingsmensch ihr dabei das Pfötchen hält und ihr ein bisschen den Rücken massiert.
Die Neugeborenen kommen blind und taub zur Welt. Öhrchen und Äuglein sind noch fest verschlossen. Kaum hat die Mutter sie trocken geleckt, robben sie an ihren Bauch auf der Suche nach der erst besten freien Zitze, an der sie sofort andocken und beginnen zu trinken.
Die ersten Tage und Wochen sind besonders spannend. Die Mutter lässt ihre Kleinen, die kaum größer als eine ausgewachsene Maus sind, nur selten allein. Nur zum Fressen und fürs Geschäft verlässt sie für kurze Zeit die Kinderstube. Ist sie Freigängerin, geht sie sogar auf die Jagd und kommt mit Beute nach Hause. Dabei entfernt sie sich niemals zu weit. Sobald sie ihre Babys nach ihr rufen hört, ist sie wieder zur Stelle.
In den nächsten Tagen und Wochen öffnen sich langsam die Ohren und Augen und die Kleinen nehmen ihre Umgebung nun mit allen Sinnen war. Sie erforschen nach und nach ihre nähere Umgebung, lernen zu laufen und zu springen und haben bald die komplette Wohnung erobert.
Ihnen beim Spielen, Raufen und Lernen zuzusehen ist einfach nur schön und man tut gut daran, keinen Moment zu verpassen, denn sie wachsen und entwickeln sich rasend schnell weiter.
Dann kommt der Tag, an dem die Mutter die Jungen nicht mehr saugen lassen will und prügelt sie von sich weg. Das ist der Moment, in dem die Mutter entschieden hat, dass ihre Kinder nun erwachsen sind und ohne sie klar kommen müssen. Meistens gibt der Mensch sie aber schon viel früher weg…